1. Herren nach Heimspieltag Schlusslicht

Trotz zweier Auftaktniederlagen ging die erste Herrenmannschaft mit viel Selbstvertrauen in den zweiten Spieltag. Gerade vor heimischer Kulisse kann dies ungeahnte Kräfte freisetzen.

 

Im Training wurde der Fokus vermehrt auf die Ballannahme gerichtet, da hier die größte Fehlerquote am ersten Spieltag lag. Der erste Ballkontakt ist ungemein wichtig, da hiervon ein konstantes Zuspiel abhängt. Im ersten Spiel gegen Empelde waren wir einfach nicht in der Lage, den Ball weit genug nach vorne zu bringen.

 

Wenn es uns gelingt mehr Kontrolle in den Spielaufbau zu bekommen, dann sind wir für jeden Gegner schwer zu stoppen. Gerade wenn die Angriffsreihe um Hauptangreifer Marcel Jaeger und Holer Steffen Schröder in Fahrt kommt wackelt jede Hintermannschaft. Leider gelang dies wieder nur teilweise.

 

Das erste Spiel gegen den TSV Schwiegershausen begann mit vielen Abstimmungsschwierigkeiten. Die Annahme war im ersten Satz nicht immer optimal, sodass die Vorlagen aus dem hinteren Feld gespielt werden mussten. Bei der gegnerischen Mannschaft lief es allerding auch nicht gut, sodass Jaeger und Schröder immer wieder die Lücken in der Hintermannschaft trafen und wichtige Punkte holten. Der erste Satz ging folgerichtig mit 11:7 an die SG.

 

Im zweiten Satz konnte man leider an die Leistung aus dem ersten Satz nicht anknüpfen. In dieser Phase war die Anzahl an Eigenfehler der Knackpunkt, welche auch im dritten Satz nicht abgestellt wurden. Damit gingen Satz zwei und drei an Schwiegershausen.

 

Die Pause wurde genutzt um die taktische Ausrichtung zu korrigieren. Gleich zweimal wurde gewechselt, um der Mannschaft einen neuen Impuls zu geben. Routiner Andreas Tomm kam auf der Zuspieler Position rein und Nicolas Authier bekleidete die Position des Holers.

 

Im vierten Satz erwischte die SG einen super Start und konnte schnell in Führung gehen. In dieser Phase machte es uns Schwiegershausen leicht, da die Präzision im Rückschlag fehlte. Hauptangreifer Jaeger fand wieder die Bindung zum Spiel und konnte nach Belieben punkten. Dieser Satz ging mit 11:8 an die SG und es kam zum entscheidenden fünften Satz.

 

Beim Satzspiel auf Verbandsebene gewinnt die Mannschaft, die zuerst 3 Sätze für sich entscheiden kann. Steht es nach vier Sätzen 2:2 Unentschieden, werden die Seiten- und Ballwahl neu vergeben und sobald eine Mannschaft 6 Punkte erzielt hat, erneut getauscht.

 

Der fünfte Satz ging super los und man konnte mit 6:3 die Seiten wechseln. Die Köpfe bei Schwiegershausen zeigten nach unten und eigentlich standen die Zeichen auf Sieg!

Blöderweise leistete sich Authier direkt zwei Angaben Fehler und auch Jaeger versemmelte die folgende. Damit war der Vorsprung dahin und die Vordermannschaft mental etwas neben der Spur. Leider gelangen uns, in dieser Phase, kaum noch gute Schläge. Die Hintermannschaft stand sehr kompakt und lies keine Bälle durch. Aufgrund der fehlenden Durchschlagskraft ging der entscheidende fünfte Satz mit 11:13 verloren.

 

Auch wenn nach 85 gespielten Minuten die dritte Saisonniederlage kassiert wurde, waren alle Köpfe sofort auf das nächste Spiel gerichtet.

 

Als zweiter Gegner wartete bereits der TuS Essenrode 1 und damit eine sehr ambitionierte Mannschaft, die gerade dabei ist, junge Talent zu fördern.

 

Den ersten Satz konnte die SG lange Zeit offen gestalten, sodass sich ein offener Schlagabtausch entwickelte. Beim Spielstand von 7:7 machte die SG einen Fehlaufschlag und konnte die folgenden Bälle nicht mehr abwehren, weshalb der erste Satz mit 7:11 verloren ging.

 

Der zweite Satz, war geprägt von einem katastrophalen Angriffsspiel. Hauptangreifer Jaeger wollte in diesem Satz einfach nichts gelingen. Reihenweise hieß der Abnehmer für den Rückschlag Wand oder Tribüne. Das gegnerische Feld war scheinbar nicht vorhanden. Den Gegner freute es und ohne wirklich viel dafür tun zu müssen, bejubelte Essenrode einen nie gefährdeten 11:4 Satzgewinn.

 

Die Auswechslung Jaegers durch Authier war der logische Schritt und auch Jakob Jegla kam in die Partie. Authier konnte immer wieder mit kurz gespielten Bällen punkten und Schröder variierte hervorragend im Service. Am Ende ging der dritte Satz dennoch knapp mit 9:11 an Essenrode.

 

Am Ende des Tages, stehen 0:4 Punkte auf dem Blatt Papier. Die Moral der Mannschaft lässt sich von den Rückschlägen allerdings nichts anhaben.

  

Zum Einsatz kamen: Marcel Jaeger, Steffen Schröder, Andreas Tomm, Jakob Jegla, Nicolas Authier sowie René und Pascal Voß