Letters zweite Herren verspielt Tabellenführung

 

2 gute Halbzeiten, 2 ordentliche Halbzeiten und 2 Katastrophenhalbzeiten – so die knappe Bilanz aus drei Spielen vom dritten Spieltag in Gronau. Das reichte am Ende nur zu einem Sieg und somit nur zu 2 Punkten für die 2. Herren. Der bisherige Tabellenzweite und Gastgeber TSV Gronau machte es besser und zog mit drei Siegen an der SG vorbei.

Dabei fing es die Letteraner gut an. Gegen Bruchhausen-Vilsen, die zuvor ganz schlecht gegen Gronau ausgesehen hatten, zog die SG von Beginn an weg. Bis zur Halbzeit lief es hervorragend. Marcus Nolte und David im Angriff überzeugten und auch die Abwehr stand mit Alex Haschke, Eike Fröhlich und Michael Körber im Zentrum gut. 13:6 nach zehn Minuten – der Sack musste nur noch zugemacht werden. Aber die Zweite ließ ihn offen und öffnete ihn auch immer weiter. Nach nur fünf Minuten war die Führung verspielt. Hier ein Fehler, da ein Fehler und plötzlich ließen sich alle von der aufkommenden Nervosität anstecken. Der SG gelang es in der Folge nicht mehr, den Schalter umzulegen und tatsächlich musste man sich dem Gegner überraschend geschlagen geben. Der Katastrophenhalbzeit Teil eins folgte umgehend Teil zwei. Gegen den VFB Hannover, gegen den man bereits am letzten Spieltag unglücklich verloren hatte, setzte sich der miese Trend fort. Verunsichert aus der letzten Partie fand die SG nicht ins Match. Die kurzen Bälle, die der verletzte Kapitän Thomas Wollenweber als Mittel gegen eine langsame Abwehr ausgemacht hatte, gerieten zu lang und waren eine leichte Beute für die Hannoveraner. So wuchs der Rückstand auf sieben Bälle zur Halbzeit an. Damit waren die Vorzeichen im Gegensatz zum ersten Match andere und die Zweite pushte sich noch einmal. Und schnell war die SG auch wieder dran. Aber eben nur dran – der turnover gelang leider nicht. „Gehen wir in dieser Phase in Führung, dann bringen wir das Ding nach Hause.“, so das Fazit von Wollenweber, der von draußen machtlos zusehen musste, wie Hannover die Partie nach Hause schaukelte. Im letzten Tagesmatch gegen die TuSpo Bad Münder sollte es dann wieder besser werden. David punktete im Rückschlag konsequent und die SG zog kontinuierlich davon. Ohne Schwächphase gab es am Ende den verdienten Sieg. Zum Einsatz kam auch wieder German, der sich als Jüngster langsam zum festen Bestandteil des Teams entwickelt. Bei nur noch ausstehenden zwei Matches und vier Punkten Rückstand auf Tabellenführer Gronau sind die Chancen auf die Staffelmeisterschaft nur noch theoretischer Natur – auch, wenn es in 14 Tagen noch zum direkten Duell kommt. „Da werden wir uns über die beiden Katastrophenhalbzeiten von heute noch einmal ärgern.“, vermutet Kapitän Wollenweber.