Letters zweite Herren mit viel Pech zum Auftakt

Auch die zweite Herren startete am Sonntag in die neue Bezirksliga-Saison. Ähnlich wie das Wetter gab es in Nordel Licht und Schatten. Zehn Sätze absolvierte das Team um Kapitän Thomas Wollenweber – vier wurden gewonnen und sechs verloren, die allerdings alle nur knapp und dazu auch noch unglücklich. Einen perfekten Auftakt erwischte die Zweite zunächst gegen den Hallenmeister TuS Empelde 3. Mit eigenem Aufschlag ging das Team sofort in Führung und hielt den Gegner auf Distanz. Die Abwehr mit Michael Körber und Alex Haschke konnte einige Angriffe der Empelde entschärfen und über das sichere Zuspiel punktete David immer wieder. Und wenn nicht, servierte der Kapitän das nächste Ass und so ging der erste Satz an die Letteraner (11:7). Aber mit eigenem Ball schlug Empelde zurück und schaffte schnell den Satzausgleich (6:11). „Mit dem weichen Regenball kamen wir nicht richtig in den Angriff.“, ärgerte sich Kapitän Wollenweber. Mit dem ging es im dritten Satz auch gleich weiter und Letters Probleme auch. Schnell stand es 1:4 und es sah nicht gut aus. Aber die Zweite gab nicht auf. Mit dem ersten gelungenen Angriff wich die Angst vor dem schlechten Ball und die SG drehte den Rückstand in eine 6:4-Führung zum Seitenwechsel. Mit dem eigenen Ball sollte das Match nach Hause gebracht werden. Bis zum 9:7 sah auch alles danach aus. Dann konnte die SG drei Angriffe nicht zu Ende bringen und hatte nun Matchball gegen sich. Zwei konnten noch abgewehrt werden, ehe ein verunglücktes Zuspiel bei 10:11 die Entscheidung für den Hallenmeister brachte. „Das war sehr unglücklich.“, so Kapitän Wollenweber. „Da war mehr für uns drin und dann belohnen wir uns nicht und schenken auch noch den letzten Punkt her.“ Ein Ähnliches Bild gab es im zweiten Spiel gegen Gastgeber MTV Nordel. Ein souveräner erster Satz (11:7) mit eigenem Ball und ein anschließender Satzausgleich mit fremden Ball (9:11). „Wir sind immer einem Rückstand hinterhergeláufen.“, erinnert sich Wollenweber. „Und am Ende waren die Punkte zu Ende und der Satz verloren.“ Gleiches Bild im dritten Satz: ein abgewehrter SG-Angriff brachte dem Gastgeber eine 2-Punkte-Führung und die SG lief dem Rückstand den ganzen Satz hinterher. Bei 9:10 kam die SG noch einmal in den Angriff. Aber wie schon im ersten Spiel brachte ein Platzfehler beim Zuspiel die Entscheidung. Der Ball sprang ans Netz, bevor David zum Ausgleich schlagen konnte. „Wir haben uns für die gute Leistung wieder nicht belohnt.“, ärgerte sich Wollenweber. Im dritten Match gegen den TC Hameln sollte alles besser werden. Allerdings entwickelte sich ein reines Aufschlagspiel der beiden Angabenschläger. Während dem Hamelner Angreifer je Satz einmal nicht punkten konnte, behielt Wollenweber seine weiße Weste. Entsprechend knapp ging das Spiel an die SG (11:9, 11:9). Symptomatisch der letzte Punkt: wieder versprang der Ball im 3-Meter-Raum. Aber mit einer artistischen Monsterleistung bugsierte David den Ball unerreichbar über die Leine zum vielumjubelten Siegpunkt. Mit diesem Erfolg im Rücken ging die Zweite motiviert in das Match gegen die Zweitvertretung aus Bothfeld, die mit einer Mischung aus erfahrenen Ex-Zweitliga- und Nachwuchsspielern antraten. Und es entwickelte sich ein richtig gutes Spiel mit tollen Abwehraktionen auf beiden Seiten, bei der sich keine Mannschaft absetzen konnte. Die Führung ging hin und her. Zweimal ging es tief in die Verlängerung und beide Male hatten die Hauptstädter das bessere Ende (11:13, 11:13). Trotzdem zog Wollenweber ein positives Fazit. „Wir haben eine gute Leistung gezeigt, auf der wir aufbauen konnten. Wir haben nur einen Satz etwas höher verloren – alle anderen nur mit zwei Punkten Differenz. Auf einem etwas besseren Untergrund wäre heute mehr drin gewesen. Wir haben einen 10-Punkte-Schnitt auf der Habenseite pro Satz; da hat nur ein Team mehr (10,5) – und die sind Tabellenführer.“ So ganz weit weg ist die Zweite also nicht, auch wenn es heute nur zu einem Sieg reichte.

Zum Einsatz kamen: Michael Körber, Eike Fröhlich, Thomas Wollenweber, Alex Haschke, sowie David und German