M45 holt Silber

Für die M45 war alles bereitet: Tabellenführer, Heimspieltag, bestes Wetter, kompletter Kader. Was sollte auf dem Weg zum Titel noch schief gehen? Leider so ziemlich alles. Gegen das nicht vollständige Team vom SVBE Steimbke fand die SG so überhaupt nicht ins Spiel und musste den ersten Satz direkt abgeben – und das sollte noch Folgen haben. Im zweiten Satz reagierten die Letteraner und stellten um. Der Wechsel in der Zuspielposition von Frank Seifert zu Andreas Tomm erwies sich dabei als Glücksgriff, denn Tomm riss das Spiel an sich. Er servierte Haupatangreifer Thomas Wollenweber die Bälle und verwandelte auch den einen oder anderen Ball selbst zum Punktgewinn. So drehte die SG das Match und sicherte sich mit den nächsten beiden Sätzen das Match. Unverändert ging es gegen den Titelverteidiger aus Nordel weiter und die SG war sofort im Spiel. Bis zur Satzmitte ging es hin und her, bis die Letteraner eine erste 2-Punkte-Führung herausspielen konnten. Nordel konterte noch einmal zum 8:8, aber die Letter legte noch einmal drei Punkte zum Satzgewinn nach. Aber dann riss der Faden endgültig. Die SG-Senioren fanden keinen Zugriff mehr und Nordel holte beide Sätze im Anschluss souverän. Im Anschluss gegen den Hallenmeister aus Burgdorf zeigte die SG ihre beste Tagesleistung. Wollenweber gelangen bei einsetzendem Regen einige grandiose Angriffsschläge, bei denen die Burgdorfer nur staunend hinterher schauen konnten. Einen 3-Punkte-Rückstand holten die SG-Routiniers wieder auf, um dann doch den ersten Satzball nicht abwehren zu können. Kurios dabei: Wollenweber hatte sich verzählt, als er beim letzten Ball ins volle Risiko ging. „Ich dachte, wir sind bei remis.“ , erinnerte sich der Kapitän. Doch es war Satzball gegen die SG, als der Ball knapp ins Aus ging. Ärgerlich und passiert auch den Erfahrensten. Den Beginn des zweiten Satzes dominierte der Hallenmeister und Letter kam nicht mehr heran. Nach den Niederlagen gegen den Feldmeister 2018 und den Hallenmeister 2019 musste die SG gegen den MTV Diepenau unbedingt noch gewinnen, um noch eine Chance auf den aktuellen Meistertitel zu haben. Und es wurde zäh, richtig zäh. Lange Ballwechsel auf wieder trockenem Boden bei knapp 30 Grad und knapp 90 Prozent Luftfeuchtigkeit sind für die älteren Herren nicht die optimalen Bedingungen. So kam die SG in beiden Sätzen erst spät ins Rollen und holte erst im Schlussspurt die Sätze. Im ersten nach 6:8-Rückstand um im zweiten nach einem 8:9. Und doch sollte dieser Sieg nicht den Titel bringen. Nordel war am Ende Satz- und Punktgleich. Das dritte Wertungskriterium, die Punktdifferenz brachte den knappen Ausschlag für den Titelverteidiger. „Das war der erste Satz gegen Steimbke, der unser Satzverhältnis kaputt gemacht hat.“, analysierte Wollenweber. Aber so wie wir heute gespielt haben, hätten wir es auch nicht verdient, hier als Meister raus zu gehen.“

Zum Einsatz kamen: Roger Giesecke, Lutz Korniewicz, Matthias Nolte, Frank Seifert, Andreas Tomm, Claus Wodtke und Thomas Wollenweber

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